15.11.2012

Kultur Kulturelle Bildung Kulturrucksack Wuppertal

Wuppertal schultert „Kulturrucksack“ ab 2013 – 72.000 Euro für Kulturelle Bildung in Wuppertal

„Wuppertal ist vom kommenden Jahr an im Kulturrucksack NRW dabei.

Eine ermutigende Botschaft an die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt und ein weiteres Ausrufungszeichen hinter den fundamentalen Wert kultureller Bildung“, kommentiert der Landtagsabgeordnete Andreas Bialas die Nachricht aus dem Kulturministerium. Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, hatte sich vehement dafür eingesetzt, dass Wuppertal, das in der ersten Runde 2011 nicht den Zuschlag erhalten hatte, dieses Mal eine erfolgreiche Bewerbung einreichte.

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Ministerin Ute Schäfer präsentierte in Düsseldorf zwölf Städte, fünf Kommunen und sechs Kommunalverbünde, die künftig zusätzlich an dem 2012 gestarteten Programm „Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen“ teilnehmen. Insgesamt werden damit mehr als 130 Städte und Gemeinden von der Landesförderung profitieren und verbesserte, niederschwellige Kulturangebote an die Zehn- bis Vierzehnjährigen machen können.

„Dies bringt uns unserem Ziel wieder ein Stück näher, Nordrhein-Westfalen zu einem Kinder- und Jugendkulturland zu machen“, so die Ministerin. Um die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen auf diesem Wege zu stärken, sei es aber notwendig, „die Tür zu Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche so früh und so weit wie möglich zu öffnen“.

Dazu der Wuppertaler Abgeordnete ergänzend: „Für die Lebenswelten und Arbeitsmärkte von heute und morgen sind kulturell vermittelte Kompetenzen und ein entsprechendes Selbstbewusstsein der Heranwachsenden zunehmend wichtig. Gerade in dieser biografischen Übergangs- und Orientierungsphase verloren Jugendliche bisher häufig die Möglichkeit, sich kreativ zu erproben.“

Der „Kulturrucksack“ soll Kindern und Jugendlichen, vor allem in der Altersgruppe von 10 bis 14, kostenlosen oder massiv kostenreduzierten Zugang zu kulturellen und künstlerischen Angeboten verschaffen. Dies vollzieht sich in enger Kooperation mit den Kommunen, den lokalen Jugend-, Bildungs- und Kultureinrichtungen und den jungen Menschen selbst, die frühzeitig mit ihren Anregungen und Wünschen eingebunden werden. Vorhandene Institutionen und Angebotsstrukturen der kulturellen Bildung werden dabei bewusst genutzt und gestärkt. Das Programm knüpft an bereits bestehende Initiativen wie „Künstler in die Kita“, „Jedem Kind ein Instrument“, „Kultur und Schule“, „KulturScouts“ oder „Kulturstrolche“ an.

In Wuppertal gehören fast 16.500 Kinder den eingeschlossenen Jahrgängen (16.458, Stand: 31.12.2011) an. Kommunen mit mehr als 3500 Kindern in dem betreffenden Alterssegment sind zur unmittelbaren Teilnahme berechtigt, kleineren Städten und Gemeinden ist die Bewerbung im Verbund möglich. Jährlich stellt das Land ca. drei Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Eine Übersicht sämtlicher lokaler, regionaler und überregionaler Angebote findet sich auf dem Portal www.kulturrucksack.nrw.de.

Auf Landesebene betreibt eine Koordinierungsstelle bei der Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW e.V. die Netzwerkarbeit zwischen den gegenwärtig rund 300 Angeboten.

„Nicht zuletzt an der Frage der kulturellen Teilhabe entscheidet sich das soziale Drinnen oder Drinnen eines jeden einzelnen. Möglichkeiten der künstlerischen Entfaltung eigener Potentiale begreifen wir als eine tragende Säule unserer vorsorgenden Politik“, fasst Andreas Bialas abschließend die Motivation von Landesregierung und Fraktion zusammen.

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