06.11.2012

Rund 1000 wütende Wuppertaler Bürger protestieren gegen Forensik in Wuppertal

Rund 1000 wütende Wuppertaler Bürger protestieren gegen Forensik in Wuppertal

Dienstag, 6. November 2012. Rund 1.000 wütende Bürger versammelten sich am WZ Mobil an der Kleinen Höhe, um gegen den Bau einer forensischen Klinik im Wuppertaler Stadtgebiet zu protestieren. Der Verkehr an der Nevigeser Straße kam teilweise zum Erliegen.

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Bewohner nicht nur vom Katernberg, sondern aus ganz Wuppertal und auch aus Neviges machten ihrem Unmut Luft, dass CDU Oberbürgermeister Peter Jung und Grünen Landesministerin Steffens über die Köpfe der Bürger hinweg Politik machen.  „Hier wird BASTA-Politik der übelsten Sorte gemacht“ schimpften viele Anwesende. „Ausgerechnet eine grüne Ministerin verweigert sich bei der Suche nach einem geeigneten Standort einer ausreichenden Beteiligung der Bürger“.  Außerdem wurde vielfach diskutiert, ob Oberbürgermeister Jung mit seinem Vorschlag, die Kleine Höhe als alternativen Standort für eine solche Einrichtung anzubieten, überhaupt die Meinung der Bürger repräsentiert. „Hat Herr Jung eigentlich vergessen, dass er ein geliehenes Mandat der Bürger hat?“

Vertreter der Bürgerinitiativen rufen alle Wuppertaler Bürger auf, sich an den Unterschriftensammlungen zu beteiligen. „Wuppertaler steht auf und sagt Eure Meinung!“

Unterschriftenlisten können von der Homepage www.gefahr-im-tal.de heruntergeladen werden.

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Kommentare

  1. Melisandre sagt:

    Das die Menschen reflexartig gegen den Bau einer solchen Einrichtung sind hat viel damit zu tun, daß die meisten Menschen nicht mal wissen was ein Maßregelvollzug ist geschweige denn was für Täter dort einsitzen. Darin sehe ich das einzige „Versagen“ der Politik, nämlich das sie ihre Bürger nicht richtig aufklären. Fakt ist, daß es auch genug Wuppertaler Bürger gibt, die einer solchen Einrichtung bedürfen (für mich sind auch verurteilte Häftlinge immer noch Bürger ihrer Stadt), ergo benötigt auch Wuppertal so eine Einrichtung, wenn man den Strafvollzug und die damit verbundenen vorgaben wirklich ernst nehmen will. Einen drogenabhängigen Serientäter einfach nur einsperren und ihn in der JVA seinem Schicksal überlassen macht nämlich überhaupt keinen Sinn. Dann wäre es ehrlicher wenn all diejenigen, die gegen solche Einrichtungen in „ihrer“ Stadt sind, gleich auch für die Todesstrafe solcher Täter auf die Straße gehen würden. Denn das tut man mit Ablehnung von Einrichtungen des Maßregelvollzuges. Diese Menschen über kurz oder lang zum Tode verurteilen.

    PS: Die „Mainklientel“ solcher Einrichtungen sind in der Tat alkohol- und drogenabhängige Straftäter. Und wer Angst um seine Kinder hat: Dann lasst sie überhaupt nicht mehr auf die Straße. Nirgendwo und zu keiner Zeit. Die Gefahr durch Ersttäter in dem Bereich, bzw. durch Täter, deren Taten bislang unentdeckt geblieben sind ist weitaus höher, als die, die von so einer Einrichtung ausgeht.

    1. Ilya Leblan sagt:

      Ihre Kommentar bezüglich Mainklientel ist leider nicht vollständig.

      Mainklientel solcher Einrichtungen zeigt die landesweite Statistik der aktuellen Forensik-Patienten: Laut dieser haben 26 Prozent der Insassen Körperverletzungs-Delikte begangen, 20 Prozent Sexual-, 16 Prozent Tötungs- und zwölf Prozent Raub- oder Erpressungsdelikte. Acht Prozent der Straftäter sitzen wegen Diebstahls ein, je sieben wegen Brandstiftungs- und Drogendelikten. Zudem leiden 47 Prozent der Patienten an Schizophrenie.

  2. Raco Savanovic sagt:

    Meiner Meinung handelt sich definitiv hierbei um eine Wahlkampagne der CDU/FDP ! Ich denke das der Bogen damit etwas überspannt wird, sollte es zb Verlezte bei diesen Protesten geben.Abgesehen von den Steuergeldern und Polizeikräften die dabei unnötig verschwendet werden.Wahlkampf ok,aber bei diesem betrug am Steuerzahler hört der Spass auf.Fahrlässigkeit aus niederem Beweggrund.

    1. nico sagt:

      Man kann sich auch was einbilden.Verbreiten Sie Ihre Tiraden bei Atacc oder so…..will doch keiner lesen was Sie hier schreiben

    2. Sascha Cutic sagt:

      @Raco Savanovic: Sie liegen mit Ihrer Meinung definitiv falsch. Es ist zu vermuten, dass Sie nicht anwesend waren, sonst kämen sie nicht zu dieser Behauptung.

      Ich darf daran erinnern, dass es die Westdeutsche Zeitung war, die hier zum WZ-Mobil eingeladen hat. Diese Gelegenheit haben die Bürger – und zwar über Generation und Parteien hinweg – wahrgenommen.

  3. Es würde mich nicht wundern, wenn statistisch betrachtet eine forensische Klinik in der Nachbarschaft wesentlich ungefährlicher wäre als z.B. der tägliche Gang zur Schule, die Teilnahme an Gruppenreisen oder die Unterbringung bei Tante und Onkel ist. Gibt es da konkrete Zahlen zu?

    Ebenso interessert mich, ob alle scheinbar so „wütenden Bürger“ erst aus der Zeitung wissen, was eine forensische Klinik ist und ob sie nicht vielleicht doch auf die Panikmache (Panik = Geschäftsmodell manch einer Zeitung) reingefallen sind.

    1. Nicole Hirsch-Wolski sagt:

      @Guido Gallenkamp: Ich bin mir nicht sicher, ob Sie gestern auf der Kleinen Höhe waren, wenn ja, wüssten Sie, dass es nicht überwiegend um einfach „wütende Bürger“ geht.
      Die breite Masse ist sehr gut informiert über die Insassen einer Forensik und das nicht nur aus der Presse.
      Diese „wütenden Bürger“ wissen auch sehr gut, dass die Insassen solcher Kliniken nicht nur aus Pädophilen bestehten.
      Ihre Sichtweise der Situation hört sich aus meinem Blickwinkel stark vereinfacht und einseitig an!!!

      1. Meine Sichweise sind eigentlich zwei Fragen. Ich möchte mir aufgrund der -> einseitigen Pressearbeit kein vorschnelles Urteil machen.

        1. Raco Savanovic sagt:

          @gallenkamp ich hoffe das der unten aufgeführte bericht dazu ermutigt weiter gegen den strom zu schwimmen (nicht gegen die notwendige forensik sondern gegen die dubiosen und unsozialen poitisch unvertretbaren machenschaften der partein den die presse zensur bisher unterliegt)

          http://www.theintelligence.de/index.php/wissenschaft/gesundheit/3832-petition-fuer-ausreichende-psychotherapie-versorgung-in-deutschland.html

    2. Claudia Otte sagt:

      Herr Gallenkamp,warum informieren Sie sich nicht erst einmal was ,wie und warum ? Die Straftaten die in Verbindung mit Freigängen,falschen Gutachten und auch Ausbrüchen in Verbindung stehen,kann man alle im Internet nachschauen.

      Auch geht es darum,das Wuppertal reich bedient ist mit Strafanstalten und Psychiatrische Klinik die auch über eine geschlossene Abteilung verfügt.
      Mehr braucht Wuppertal und seine Bürger nicht.

      1. Hallo Frau Otte,

        „im Internet“ ist in etwa so konkret wie „im echten Leben“. Ich wäre über fundierte Informationen wirklich dankbar. Würden Sie mir / uns diese Links bereitstellen? Das reale Maß der Bedrohung wird leider in der Presse nicht behandelt.

        Ich möchte jetzt nicht über „gefälschte Gutachten“ diskutieren, wo noch nicht mal „ob“, „wo“ oder „wer“ geklärt sind. Zumal ich nicht weiß, worauf Sie da anspielen.

        1. Claudia Otte sagt:

          Dann machen Sie sich mal kundig Herr Gallenkamp,es gibt genug Möglichkeiten,sei es über die Staatsanwaltschaft,Presseberichte oder Studien. Ich musste mich auch belesen und informieren,seien Sie sicher,ich habe das verdammt gut getan . Sie sind sicher so intelligent,dass Sie es auch können.

          1. Eberskamp sagt:

            War ja klar, dass da keine Links „ins Internet“ kommt.

            In der Regel fragt ja auch keiner der Shitstormer nach. Einfach nach plappern, was andere so von sich abegeben, dann unheimlich aufregen und irgendwann nach Todesstrafe für Kinderschänder schreien. Das ist die neue Demokratie.

            Fakten? Egal!
            Recherche? Zu anstrengend.

    3. Guido doowkamp sagt:

      Herr Gallenkamp..sie wohnen bestimmt auf Lichtscheid..oder? und wenn Ihnen eine Foresische Klinkik gefällt… bauen Sie sich doch eine in den Garten… und irgendwie habe ich das Gefühl Sie gönnen Menschen, die lieber in intakter NAtur leben Ihr Glück nicht!

      1. Herr „Doowkamp“,

        ich nehme an, dass Sie einfach nur emotional dahergeschrieben haben. Ich wohne zentral in Elberfeld, mit drei Altenheimen, einer Diskothek, einem Türkischen Festsaal und Burger King in Sichtweite. Ich mag die Natur, so wie sie ist und ich bin der erste, der sich gegen eine Bebauung von grüner Wieser ausspricht. Würden Sie mich kennen (das kann ich aufgrund Ihrem Entschluss zur Anonymität nicht beurteilen), wüssten Sie das vielleicht 🙂

        Ich möchte einfach erst mal wissen – für mich ganz persönlich – ob solch eine forensische Klinik wirklich so erschreckend gefährlich ist, oder einfach nur eine weitere Sau durchs Dorf getrieben wird, weil nichts anderes spannendes passiert.

        Ich sehe ganz ganz viel Meinungen, aber keine(!) Fakten. Und von Menschen, die eine ganz feste Meinung haben, erwarte ich auch irgendwie eine Grundlage für diese Meinung. zumindest habe ich habe gehofft, sie erfahren zu können.

        1. Ilya Leblan sagt:

          Sehr geehrter Herr Gallenkamp,

          >Ich möchte einfach erst mal wissen – für mich ganz persönlich – ob solch eine >forensische Klinik wirklich so erschreckend gefährlich is…

          Die forensische Klinik ist nicht erschreckend, die Patiente, die dort behandelt werden, sind gefährlich. Nicht umsonst werden die 5 Meter hohere Wände um solche Einrichtungen gebaut. Das Wort „Klinik“, die sehr oft für solche Einrichtungen verwendet wird, ist aus meiner Sicht falsch. Für mich ist es in der ersten Linie ein Gefängnis. und nicht ein normales Gefängnis, sondern ein Gefängnis für psychischkranke Schwerstverbrecher.

          Wikipedia sagt: Viele der gemäß § 63 StGB untergebrachten Patienten leiden unter schizophrenen Psychosen, oft in Überlagerung mit Abhängigkeitserkrankungen. Eine andere große Gruppe leidet unter schweren Persönlichkeitsstörungen oder unter schwer behandelbaren sexuellen Abweichungen (Paraphilien) wie Pädophilie.

          1. Nicole Hirsch-Wolski sagt:

            Herr Gallenkamp, bitten Sie doch einfach nicht um Bereitstellung von Links. Wenn Sie schon Fragen stellen,
            die hier kaum einer nachvollziehen kann, machen Sie sich selbst die Arbeit und beschaffen sich die Informationen.
            Hinterfragen ist gut aber hoffen, dass andere den Eimer fuellen schon befremdlich!
            Oder geht es nur darum mal was gesagt zu haben?

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