23.10.2012

forensik Lichtscheid Maßregelvollzug Wuppertal

Forensische Klinik soll nach Wuppertal

Wie heute NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf bekannt gab, kommt eine Forensische Klinik nach Wuppertal. Insgesamt sollen in NRW fünf neue Kliniken mit jeweils 150 Plätzen in den Landgerichtsbezirken Bonn, Dortmund, Essen, Wuppertal, und Münster entstehen.

Neben Wuppertal werden auch in Lünen, Haltern am See, Hörstel-Dreierwalde und Reichshof entsprechende Kliniken für psychisch behandlungsbedürftige Straftäter errichtet.

„Wir wissen, dass in Wuppertal die Ansiedlung einer solchen Einrichtung auf gemischte Gefühle stoßen wird. Allerdings haben wir in NRW, wie die Ministerin deutlich machte, eine Unterversorgung von 700 Plätzen. Bisher wurden bereits psychisch kranke Straftäter aus NRW in andere Bundesländer auf Forensische Kliniken verteilt. Dies ist kein tragbarer Zustand mehr! Die Landesregierung musste handeln“, so der erste Kommentar der Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten.

Weiter führten die SPD-Abgeordneten Bell, Bialas, Neumann aus, dass sie hinsichtlich des Standortes der Forensischen Klinik gegenüber der Landesregierung bereits in der heutigen SPD-Fraktionssitzung unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben, dass dies nicht der Standort Lichtscheid (Müngstener Str.) sein könne. „Da haben wir bereits in der Nähe eine neu errichtete JVA und müssen entsprechend Rücksicht nehmen auf die Befindlichkeiten der Anwohner“, so Andreas Bialas.

Nun gelte es mit den zuständigen Stellen des Landes in konstruktive Gespräche zu treten „und eine weitgehend einvernehmliche Lösung für einen Standort zu finden. Wir sind zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird“, zeigten sich die Abgeordneten optimistisch.

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Kommentare

  1. Protestantin Lichtscheid sagt:

    Ich kann nicht verstehen, wie man auf eine derart unüberlegte Idee kommt. Sitz die liebe Dame Politikerin abends frustriert und gelangweilt vorm Fernseher und hat dann im Rahmen einer schlechten Sendung die zündende Idee wie man in aller Munde kommen kann? Da werden nicht nur die Anwohner, sondern auch das System unserer Demokratie mit Füßen getreten.

  2. Emil Blume sagt:

    Ich schlage vor die Leute in Wohngruppen in den Gebäuden der Eigenheimausstellung unterzubringen. Halboffener Vollzug in einer Mustersiedlung und Anleitung zu selbstständiger Lebensweise in bürgerlichem Rahmen. Das wäre dich mal was. Bringt auf jeden Fall mehr Arbeitsplätze als IKEA.

  3. MM sagt:

    ist denn neben dem Jugendgefängnis nicht noch Platz genug?

    1. Emil Blume sagt:

      @MM

      Ja, man kann noch den ganzen Scharpenacken einbetonieren!

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