10.06.2012

Schnick Schnack Schnuck mit vollem Einsatz

Improvisiertes. Ein Stück des Jugendclubs III der Wuppertaler Bühnen. In verschiedenen Blogs berichten die Teilnehmer des Jungen Theaterfestivals Wuppertal, das vom 17. bis 24. Juni in der Börse stattfindet, über den Fortgang ihrer Proben, peinliche Pannen und die Herausforderung, Theater zu spielen. Text: Luisa Bauer.

Wer fängt wen? Die Oma den Jäger? Der Jäger die Oma? Und dann wäre da ja noch der Wolf… Bei dieser Improvisations-Übung gilt es, Konzentration und Schnelligkeit zu beweisen. Natürlich soll und muss zwangsläufig gelacht werden, denn wer hätte gedacht, dass ein Jäger, gewappnet für eigentlich jede gefährliche Situation durch sein Gewehr, vor der (imaginären) Tasche und der dazugehörigen Großmutter davonläuft?

Da die folgende Übung nicht auf der Bühne von Zuschauern miterlebt werden kann, denn sie ist eher für das Teamzusammenspiel bestimmt, gibt es hier eine kurze Skizze: Zwei Gruppen einigen sich getrennt voneinander auf jeweils eine Figur. Zur Auswahl stehen die Großmutter (von uns liebevoll Omi, Oma oder Omma genannt), der Jäger und der Wolf. Nach der Einigung innerhalb der Gruppe stellen sich beide Parteien voreinander, und nachdem ein Countdown gezählt wurde, werden jeweilige, recht typische Posen für eine Figur eingenommen.

Danach muss schnell kombiniert werden, denn: Der Jäger fängt den Wolf, der Wolf fängt die Oma und die Oma, ja die schafft es, wie bereits erwähnt, mit ihrer Handtasche den Jäger in die Flucht zu schlagen.

Dies ist nur eine von vielen Übungen, die die Teilnehmer des Jugendclubs III der Wuppertaler Bühnen mit Freude bewältigen. Es folgt beispielsweise noch die sogenannte Parkbank. Hierzu braucht man nicht mehr als eine, wer hätte das gedacht, Parkbank… und natürlich verquere Charaktere, die sich in unterschiedlichsten physischen wie auch psychischen Verfassungen befinden, die selbstverständlich expressiv ausgedrückt werden sollten.

Dann bliebe noch die Frage, wie schnell und kreativ es sich eigentlich auf der Bühne sterben lässt. Ich kann sagen, dass wir vom Jugendclub es innerhalb von zirka 60 Sekunden schaffen. Und dabei fragen wir uns auf der Bühne, genauso wie die zuschauenden Personen, wann gestorben wird, denn wer oder auch wie stehen in mancher Szenerie schon ab der ersten Sekunde fest. Diese Übung lässt idealerweise, typisch für das Improvisationstheater, Platz für interaktive Teilnahme. Bestimme du doch einfach den Ort oder die Beziehung der Protagonisten zueinander. Ich frage mich zum Beispiel, wie sich diese „Tod in 60 Sekunden“- Übung gestaltet, wenn es sich bei den Protagonisten um Affe und Tierpfleger handelt…

Mehr Texte und Informationen zu Stücken und Spielzeiten gibt es auf: www.jungestheaterfestival-wtal.de

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