09.03.2012

Erneuerbare Energien

Energiewende am Ende?

1 Jahr nach Fukushima

MdB Dr. Hermann Ott

Vor  1 Jahr erschütterte die Atom-Katastrophe von Fukushima die Welt. Der Super-GAU 25 Jahre nach Tschernobyl zeigte es ein weiteres Mal: es gibt keine sicheren Atomkraftwerke – nirgendwo. Die Bundesregierung machte ihre Kehrtwende: erst hatte sie ja den Atomausstieg von Rot-Grün rückgängig gemacht und vollzog dann einige Monate später wieder einen Sinneswandel. Der Atomausstieg und die Energiewende in Deutschland waren wieder möglich. Viele dachten: jetzt siegt die Vernunft! Auch im Bergischen Land nahmen zahlreiche Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger den Aufruf zur Energiewende ernst – und in die eigenen Hände! Verstärkt wurden Solaranlagen installiert, Gebäude gedämmt, in effiziente Heiztechnik investiert. Auch zur Freude des bergischen Handwerks.

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Nach 1 Jahr ist Ernüchterung eingetreten. Dr. Hermann Ott, Bundestagsabgeordneter für Wuppertal: „Die Bundesregierung setzt zur Zeit alles daran, die Energiewende auszubremsen. Zum Beispiel wird die Energieeffizienzrichtlinie der EU blockiert. Der Ausbau der Stromnetze wird verschleppt. Außerdem soll die Solarförderung drastisch und mit sofortiger Wirkung reduziert werden. Das Signal an die Bürgerinnen und Bürger ist deutlich: Nehmt die Energieversorgung bloß nicht in die eigenen Hände sondern zahlt den vier großen Energiekonzernen weiter satte Gewinne für Kohle- und Atomstrom. Ich hoffe, dass sich die Wuppertalerinnen und Wuppertaler davon nicht abschrecken lassen und verstärkt auf Erneuerbare Energien und Energieeinsparung setzen. Das ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz sondern schont die eigene Energierechnung und unterstützt das heimische Handwerk. So wirkt die Energiewende zweifach positiv: lokal und global.“

Martin Möller, Sprecher des Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Wuppertal: „In Wuppertal haben sich bereits zwei Energiegenossenschaften gegründet. Das ist ein gutes Zeichen. Die Energiewende muss letztlich auch eine gesellschaftliche Veränderung bedeuten, nämlich die verstärkte Bürgerbeteiligung an der Stromproduktion. Wir GRÜNEN unterstützen mit unserem Netzwerk BERGISCH ENERGISCH auf politischer Ebene Projekte für eine Energiewende im Bergischen Land. Ziel ist es, im Bergischen Land eine 100% Erneuerbare Energie Region zu schaffen.“

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