30.01.2012

Stärkungspakt Stadtfinanzen: Fragen an Dr. Johannes Slawig

Im November 2011 war das Eigenkapital der Stadt Wuppertal komplett aufgebraucht. Die Bankforderungen überstiegen den Wert des kommunalen Vermögens. Jetzt soll in NRW mit dem "Stärkungspakt Stadtfinanzen" verschuldeten Städten geholfen werden. Was bedeutet das für Wuppertal?

Das „Gesetz zur Unterstützung der kommunalen Haushaltskonsolidierung im Rahmen des Stärkungspakts Stadtfinanzen“ (Stärkungspaktgesetz) trat am 09.12.2011 in Kraft. Aus einem „Sondervermögen“ des Landes NRW erhält Wuppertal 5 Jahre lang jeweils 72 Millionen Euro. Die erste Rate wurde noch vor Weihnachten überwiesen. Wuppertal wurde durch das Stärkungspaktgesetz zwangsverpflichtet, an diesem „Konsolidierungsprogramm“ teilzunehmen.  

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Bodo Löttgen, der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, verwies schon im Dezember darauf, dass 33 der 34 Stärkungspakt-Kommunen die Hilfe des Landes in dieser Form ablehnten. Die Wuppertaler Stadtspitze sieht das offenbar anders. Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig im WDR-Interview: „Damit habe ich mich in der kommunalen Familie weit aus dem Fenster gelegt, denn dort sehen viele das Stärkungspaktgesetz hochgradig kritisch. Da gibt es wenige, die sich so positiv äußern wie ich.“

Das Kompetenznetz Bürgerhaushalt hat Dr. Slawig eingeladen, den Bürgern seine Sicht des Stärkungspaktgesetzes zu erläutern. Welchen Preis müssen wir bezahlen, um das zusätzliche Geld des Landes zu bekommen? Wann wird der Haushalt ausgeglichen und wann werden die Schulden abgebaut sein? Welche Auswirkungen hat das Stärkungspaktgesetz auf die kommunale Demokratie? Welche Chancen und welche Risiken ergeben sich für unsere Stadt durch dieses Gesetz? Reicht diese Hilfe oder brauchen wir noch mehr?

Stärkungspakt Kommunalfinanzen: Schierlingsbecher oder historische Chance?
Fragen an Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig
Termin: 06.02.2012, 19:00 Uhr
Ort: Verwaltungshaus Elberfeld, Neumarkt 10, Raum 202

Weitere Informationen: http://zumlink.de/Staerkungspaktfragen

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