20.01.2012

Andreas Schmidt

Mord am Atomkraftwerk

Kommissar Ulbricht ermittelt wieder im Weserbergland

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Der Wuppertaler Autor Andreas Schmidt hat in „Wesertod“ (im Niemeyer-Buchverlag aus Hameln erschienen) wieder seinen Kommissar Norbert Ulbricht losgeschickt – eigentlich, um seine Kollegin Maja Klausen aus dem Weserbergland zu besuchen, die er bei einem Kuraufenthalt dort kennengelernt hatte. Doch genauso wie damals ist es wieder ein Mord, der die beiden zusammenbringt.
Dabei war eigentlich alles ganz anders geplant: Ulbricht wollte mit Klausen ein freies Wochenende verbringen, einfach mal ausspannen und sich vielleicht wirklich einmal näher kommen. Aber dann wird die Kommissarin zu einem Mordfall abberufen, dessen Aufklärung sie leiten soll. Natürlich kann Ulbricht seine Nase nicht aus den Ermittlungen herauslassen – und bekommt dafür diesmal auch einen auf ebendiese.
Als Hintergrundgeschichte dient ein Atomkraftwerk: Ermordet wurde ein Journalist, der wohl Unstimmigkeiten innerhalb des Werks aufgedeckt haben soll. Das war vor zehn Jahren, aber seine Leiche – beziehungsweise, das was davon übrig geblieben ist – wurde gerade erst entdeckt. Damit liefert Schmidt einen adäquaten Beitrag zum Atomausstieg ab, der einiges vom Umgang mit der Atomkraft in den letzten zehn Jahren aufzeigt.
Das ist wieder sehr nett zu lesen, auch in Bezug auf die Annäherung und die kleinen Machtkämpfe zwischen den beiden Hauptfiguren – denn Maja Klausen ist in diesem Buch fast gleichberechtigt neben Ulbricht anzufinden. Aber das ist auch fast schon alles: Ein leicht zu lesendes Buch für Ulbricht-Fans und solche, die es werden wollen, aber keine sensationelle Entdeckung auf dem bergisch-weserbergländischen Krimimarkt.

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