14.11.2011

Friedhöfe Muslimische Friedhöfe

Muslimische Friedhöfe für Wuppertal

Nur 10-15% der Muslime in Deutschland werden nach ihrem Tod auch hier bestattet; ansonsten müssen die Angehörigen zur Wahrung der Gebote ihrer Religion überwiegend für die Überführung ihrer Verstorbenen in „ihre“ Herkunftsländer sorgen

– und zwar auch dann, wenn diese bereits in Deutschland geboren wurden!

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So sehr viele Friedhofsbetreiber auch bemüht sind, Muslimen Totenfeiern nach eigenen Ritualen zu ermöglichen, hat ein eigenständiger Friedhof eine gänzlich andere Qualität: Bislang haben unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens – viele von Ihnen bereits im neuen Heimatland verwurzelt – nur „Gaststatus“.

Doch neben Kommunen dürfen momentan nur Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus Friedhöfe betreiben; Ausnahmegenehmigungen führen im Falle der Auflösung oder Insolvenz der jeweiligen Religionsgemeinschaften dazu, dass dann die Kommunen in die Pflicht genommen werden. So gibt es bislang keinen einzigen muslimischen Friedhof in Wuppertal. „Dieser Zustand kann so nicht bleiben: Wenn Deutschland für die zugewanderten, vor allem aber die hier geborenen Muslime vollständig zu ihrer neuen Heimat werden soll, muss das alle Abschnitte des Lebens umfassen, und darf bei Tod und Bestattung nicht enden,“ kommentieren Bell, Bialas und Neumann, und setzen sich für ein neues Bestattungsrecht in NRW ein, das es in Zukunft auch Religionsgemeinschaften ohne Körperschaftsstatus ermöglichen soll, eigene Friedhöfe einzurichten, wie das etwa bereits in Berlin der Fall ist.

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