02.11.2011

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Jugendarbeitslosigkeit sinkt- Beschäftigung steigt

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal: 225 Wuppertaler weniger arbeitslos als vor einem Jahr Arbeitslosenquote sinkt auf 10,7 Prozent Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch Mehr Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

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„Die Jugendarbeitslosigkeit ist in diesem Monat kräftig gesunken. Wie erwartet greifen die Arbeitgeber bei den jungen Fachkräften zu und sichern sich den gut ausgebildeten Nachwuchs für ihre Unternehmen. Nach dem deutlichen Rückgang im September hat sich die positive Entwicklung verlangsamt und die Arbeitslosigkeit hat im Oktober insgesamt nur leicht abgenommen. Ein langsameres Tempo erwarte ich auch für die Zukunft. Der Jobaufschwung wird sich zukünftig in kleineren Schritten und in einem langsameren Tempo fortsetzen, wenn sich die steigenden wirtschaftlichen Risiken nicht verschärfen. Denn bisher zeigt sich der Arbeitsmarkt noch unbeeindruckt von der EU-Schuldenkrise und der nachlassenden Weltkonjunktur“, schildert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Wuppertal, die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region.

 Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote sinkt in Wuppertal von 10,8 Prozent im letzten Monat auf aktuell 10,7 Prozent und bleibt damit auf dem Wert von vor einem Jahr.

 Weniger Arbeitslose

Im Oktober sind in Wuppertal 18.638 Menschen arbeitslos, dies sind 122 weniger als im September und 225 weniger als vor einem Jahr. Davon werden rund 3.700 von der Agentur für Arbeit und rund 14.900 vom Jobcenter Wuppertal betreut. Die Arbeitslosigkeit ist in diesem Monat ausschließlich im Rechtskreis des SGB II beim Jobcenter gesunken, während die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB III der Agentur für Arbeit Wuppertal nahezu unverändert blieb. Im Vergleich zum letzten Jahr betreut die Agentur für Arbeit Wuppertal 2,9 Prozent weniger Kunden während beim Jobcenter 0,8 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet sind.

Jugendarbeitslosigkeit gesunken

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Oktober kräftig gesunken, weil Jugendliche mit bestandener Prüfung eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben. Aktuell sind 1.910 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet, unter ihnen noch 383 mit abgeschlossener Berufsausbildung.

 Viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Insgesamt 3.473 Personen meldeten sich im Oktober in Wuppertal bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter arbeitslos, das waren 29 weniger als im September und auch 557 weniger als im vergangenen Jahr. Nachdem sie ihren Job verloren hatten, meldeten sich insgesamt 1.262 Personen, nach einer Ausbildung oder Maßnahme 939 Menschen arbeitslos.

Auf der anderen Seite konnten in diesem Monat 3579 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, insgesamt rund 1.100 Menschen fanden einen neuen Job und etwa 1.000 begannen eine Ausbildung oder Maßnahme.

Positive Entwicklung auch in der Unterbeschäftigung

Entscheidend für eine transparente und realistische Beurteilung des Arbeitsmarktes ist der Blick auf die Unterbeschäftigung. Hier zeigt sich das Gesamtvolumen der Menschen, die bei der Arbeitsagentur erfasst sind. Denn in der Arbeitslosenstatistik gelten nach den gesetzlichen Regelungen beispielsweise Personen, die eine Weiterbildung oder Eignungsfeststellung besuchen oder eine Arbeitsgelegenheit ausüben nicht als arbeitslos. Um notwendige Transparenz zu gewährleisten, werden diese Teilnehmer aber gesondert ausgewiesen.

„Es suchen mehr Leute Arbeit, als die Statistik Arbeitslose auswirft“, so Martin Klebe. Zähle man alle Personen, die im Oktober eine Erwerbstätigkeit anstrebten, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 23.433 im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Wuppertal hinzu, ergebe sich eine „Unterbeschäftigung“ von 34.295 Personen. Das sind 2.810 Personen oder 7,6 Prozent weniger als der vergleichbare Wert vor einem Jahr.

 Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ließ in diesem Monat nur leicht nach. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wuppertal wurden in diesem Monat insgesamt 689 Stellen von Arbeitgebern aus Wuppertal neu gemeldet. Das waren 83 weniger als im September und zwei weniger als im letzten Jahr.

In Wuppertal werden derzeit insbesondere Fachkräfte für die Bereiche Werkzeugtechnik, Fahrzeugtechnik und Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik gesucht. Ferner gibt es unter anderem Jobangebote für Bürofachkräfte, Kraftfahrer, Gebäudereiniger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Elektrotechniker, Fachkräfte für Dialogmarketing, Medizinische Fachangestellte, Köche, Steuerberater, Erzieher, Verkäufer und Hotelfachkräfte.

Aber auch angelernte Kräfte haben durchaus Chancen, beispielsweise im Lager, in der Elektrotechnik, in der Metallerzeugung, im Gartenbau sowie als Reinigungskräfte oder Verkaufshelfer.

 Mehr Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Die neue Beschäftigtenstatistik zum Stichtag 31.03.2011 ist gerade erschienen. Danach arbeiteten in Wuppertaler Unternehmen 113.627 Menschen sozialversicherungspflichtig und damit 3.974 mehr als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum März 2008 vor der Krise sind es aber immer noch 641 Beschäftigte weniger.

„Auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wurde, konnte Wuppertal mit dieser Entwicklung nach etlichen Jahren endlich wieder einen nennenswerten Zuwachs verzeichnen“, freut sich Martin Klebe.

Jahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt

Die Bilanz des Ausbildungsmarktes 2010/2011 wird bundeseinheitlich am 7. November veröffentlicht.

Den statistischen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Wuppertal im Oktober finden Sie unter http://www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/RD-NRW/Wuppertal/AA/Zahlen-Daten-Fakten/PDF/Arbeitsmarktreport-10-2011.pdf.

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