29.09.2011

30. Sept. 2011. Historischer Termin für Schwelmer Brauerei ???

„Schließungsgegner“ entschieden sich für eine stille und denkwürdige Form des Protestes.

Am kommenden Freitag, den 30.09.2011 findet ab 20 Uhr eine (vorerst) letzte Aktivität von Verbündeten zum Erhalten der Schwelmer Brauerei vor der drohenden und endgültigen Schließung statt. Ort des Geschehens ist vor dem Verwaltungsgebäude der Schwelmer Brauerei am Bürgerplatz.

Wenn es nach dem Insolvenzverwalter und nicht eindeutig auszumachenden Interessenkreisen geht, endet an diesem Tag die letzte mehr als 180-Jährige Braukultur in der Region.
Diesmal haben sich die Verantwortlichen der „Schließungsgegner“ für eine andere Form des Protestes als einer lauten Demo entschieden.

Dazu heißt es in einem Aufruf: „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, dass WIR demonstrieren, argumentieren, plöppen und durchhalten können.

Wir haben gemeinsam die Öffentlichkeit über die bevorstehende Schließung der Brauerei informiert. Haben die Medien und Politiker sensibilisiert … und vllt. auch etwaige Investoren.
Nichts davon geschah umsonst und zeigte Wirkung. Die seriöse Presse (!) berichtete objektiv darüber. Die Parteien bekundeten „Unterstützung“. Nun wird sich bald zeigen (müssen), ob das Engagement jedes Einzelnen von UNS das drohende Schicksal der Brauerei und ihrer Mitarbeiter hat mit abwenden können.
Lasst uns diesen, sicherlich historischen Termin, 30. September 2011 als jenen Tag würdigen, dass WIR gemeinsam Gesicht & Flagge gezeigt, und trotz widriger Umstände niemals aufgegeben haben.

Da der kommende Freitag der Tag der endgültigen Schließung der Brauerei ist, wünscht man sich eine stimmungsvolle Atmosphäre. Allerdings keinen Trauermarsch. Aufgerufen wurden die Anwesenden, mit weißen Kerzen / Windlichtern ausgestattet teilzunehmen. Dies als hoffnungsvolles Symbol für Glück und Neuanfang. … „

Zu anfangs werden kurze Statements von Verein- und Mitarbeitervertretung gehalten.

Im Anschluss daran folgt eine Lesung aus dem Buch „Andere Schweinereien und die Insolvenz“ von Ana Lyse.
Danach schließt sich der in Wuppertal beheimatete und in Schwelm lebende Autor Wolfgang Todtenhausen mit einem Leseteil aus seinem Roman „Stachelherzen“ an. Nicht zuletzt deshalb, weil der Brunnen der Schwelmer Brauerei, einen inspirierten Bezug zur Romanhandlung hat, und darin ein Widersacher ein unrühmliches Ende in einem Braubrunnen nimmt.

Über eine rege Teilnahme, auch aus Wuppertal, würden sich die Veranstalter freuen.

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