01.08.2011

Automotive Elektromobilität Forschung Wirtschaftsförderung Wuppertal

Zukunftsthema bergische Elektromobilität?

Die Wirtschaftsförderung Wuppertal ist Projektpartner des Forschungsprojektes „eVchain.NRW“ (electric vehicle value chain in NRW).

Ziel dieser Studie ist es, den Standort NRW im Bereich Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen zu stärken. Das Projekt war erfolgreich im Ziel 2-Wettbewerb ElektroMobil.NRW, das Konsortium hat vor kurzem den Bewilligungsbescheid erhalten.

Jetzt kann die landesweite Studie starten, die bis Ende 2012 angelegt ist. Das Projektkonsortium bilden das Institut für Kraftfahrzeuge, RWTH Aachen University (ika), die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka), die ISATEC GmbH und die Wirtschaftsförderung Wuppertal. „Wir kamen ins Spiel, weil wir hier am Standort über eine hohe Dichte an Automobilzulieferen verfügen“, berichtet Necla Gündüz, Projektverantwortliche bei der Wirtschaftsförderung.

Werden Elektroautos wie der Opel Ampera demnächst in der Region hergestellt? Foto: © GM Corp.

Die Studie beinhaltet vier Bausteine: Im ersten Schritt wird die Wertschöpfungskette eines konventionellen PKWs mit Verbrennungsmotor analysiert. Im zweiten Schritt wird analog dazu die Wertschöpfungskette von batteriebetriebenen Fahrzeugen untersucht. Dabei werden alle Module und Komponenten identifiziert, aus denen ein Elektrofahrzeug besteht.
Durch den Vergleich der klassischen und zukünftigen Wertschöpfungskette im dritten Schritt wird der Anpassungsbedarf bei den Fahrzeugkomponenten ins Blickfeld genommen. Welche Teile eines Elektrofahrzeugs müssen neu entwickelt, welche durch konstruktive Änderungen angepasst werden und welche klassischen Komponenten sind identisch mit denen eines Fahrzeugs mit konventionellem Verbrennungsmotor? Diese erarbeitete Struktur zukünftiger Elektrofahrzeuge wird im Rahmen von Interviews mit ausgewählten OEMs und Zulieferern deutschlandweit verifiziert. Die Wirtschaftsförderung Wuppertal wird entsprechend Interviews mit den Unternehmen der Region führen.
Im abschließenden vierten Schritt sollen aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen für die Fahrzeughersteller, Zulieferer sowie die Wirtschaftsförderungen hinsichtlich der Positionierung innerhalb der zukünftigen elektromobilen Wertschöpfungskette abgeleitet werden.

Dass die Wirtschaftsförderung Wuppertal an der Produkt- und Prozessanalyse sowie der Modellierung einer Wertschöpfungskette „Elektrofahrzeuge“ beteiligt ist, sieht Gündüz mit Blick auf „ihre“ Unternehmen äußerst positiv: „Wir können anhand dieser Studie, die eine enge Kommunikation mit den Unternehmen erfordert, klar ersehen, ob die Elektromobilität ein starkes Zukunftsthema für unsere Automobilzulieferer und unsere Region sein kann.“

Quelle: PM Wifö W vom 01.08.11

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Kommentare

  1. AP sagt:

    Und wenn allles untersucht worden ist, haben die anderen Automobilbauer alles schon im Verkauf stehen…..

    1. CtEvD sagt:

      NRW bereitet sich optimal vor, die bergischen Automobilzulieferer sind an der Entwicklung sowieso schon stark beteiligt. Die Studie soll zu einer Optimierung der Wertschöpfungskette führen, die es ja zum Teil auch schon gibt.

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