28.12.2009

ARGE Wuppertal Beschäftigungsförderung Jüdischer Friedhof

Sanierung des Jüdischen Friedhofs „Am Weinberg“

Das Engagement der ARGE Wuppertal ist vielschichtig. Rund 25.000 Qualifizierungs- und Ausbildungsstellen stehen jährlich für Arbeitssuchende zur Verfügung. Ein wichtiger Grundsatz bei Beschäftigungsmaßnahmen: Wo möglich soll jeder Maßnahmenteilnehmer etwas Sinnvolles schaffen, im Echtbetrieb Erfahrungen machen und Fertigkeiten erlangen.

„Von reiner Beschäftigungstherapie halten wir nichts, vielmehr begegnen wir jedem Einzelnen mit der Werthaltung, die er verdient“, versichert Thomas Lenz, Geschäftsführer der ARGE Wuppertal. Das bedeutet: In den Beschäftigungsprojekten wird nicht nur der Teilnehmer nach vorne gebracht, sondern auch das Projekt selbst.

Stellvertretend für diese Philosophie steht die Restaurierung des jüdischen Friedhofs „Am Weinberg“. Dieser jüdische Friedhof in Elberfeld dokumentiert auf beeindruckende Weise historische Brüche und die Entwicklungen der jüdischen Gemeinde im 20. Jahrhundert und steht seit 1985 unter Denkmalschutz.

Jüdischer Friedhof "Am Weinberg"Jüdischer Friedhof "Am Weinberg"

Um dieses wichtige historische Erbe zu sichern, wird der jüdische Friedhof seit September 2006 schrittweise saniert. Teilweise geschieht dies im Rahmen eines Beschäftigungsprojektes der Bergischen Volkshochschule in Kooperation mit der ARGE Wuppertal. 15 Maßnahmeteilnehmer und zwei Anleiter werden seither im Wechsel auf dem Friedhof beschäftigt. Ein erfahrener Steinmetzmeister und Restaurator begleitet das Projekt ehrenamtlich.
Die Restaurierungsmaßnahmen sind umfassend: sie reichen vom Erhalt der Grabsteinsubstanz über den Rückschnitt von Wildwuchs bis zum Nachziehen der Grabinschriften. Parallel werden die Mitarbeiter im Rahmen des VHS-Schulungsangebots qualifiziert und verbessern dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. „Durch die Verknüpfung von sinnvoller Arbeit und Qualifizierung ist die Motivation der Teilnehmer äußerst hoch“, weiß Radoslav Veljovic, Fachbereichsleiter bei der VHS.

Diesem Projekt kommt aber auch eine erhebliche symbolische Bedeutung im Sinne von Verständigung und Toleranz zu.  Daher läuft zur Zeit eine viel beachtete Fotoschau, wo die Restaurierung dieses und zweier weiterer jüdischer Friedhöfe in Wuppertal dokumentiert wurde. Zu sehen in der Bergischen VHS, Bachstr. 15 in Barmen.

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