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2. Jahreshauptversammlung der IG Frischluft Wuppertal West

18.05.2018 13:30

Auch die 2. JHV der IG Frischluft war gelungen, obwohl wegen der nahezu zeitgleichen Vorstellung der Machbarkeitsstudie für die BUGA kaum ein Lokalpolitiker den Weg nach Vohwinkel fand. Trotzdem war der Bürgerbahnhof, der seine Räume wieder zur Verfügung stellte, rappelvoll.

Asphaltmischwerk? Und Bundesgartenschau? ©Frischluft Wuppertal West

Dabei wäre ein Besuch dieser öffentlichen Veranstaltung für Mitglieder des Stadtrats durchaus informativ gewesen: Hätte er oder sie hier doch erfahren können, dass der potenzielle Besucher gleich an den „großzügigen Parkplätzen“, die an der Bahnstr. eingerichtet werden sollen, einen olfaktorischen und visuellen Eindruck dieser „grünsten Großstadt Deutschlands“ (zitiert aus: https://zukunft-wuppertal.de/termine/zukunftswerkstatt-3) gewinnen kann, der so gar nicht grün und blühend daherkommt: Sollten die Pläne der DEUTAG Realität werden, prangt dann ein 60 Meter hoher Schornstein über dem Entree der BUGA, aus dem quecksilberhaltige Abluft emittiert, die sich dank der topographischen Lage und der üblichen Westwindlage gleich mit dem erholungssuchenden Besucher in östliche Richtung durch die Talsohle wabert.

Mit Jürgen Burdorf aus Stadthagen konnte der Verein, der sich für die Luftreinhaltung im Quartier einsetzt, wieder einen kompetenten Referenten gewinnen: Burgdorf ist Mitglied einer der engagiertesten und kompetentesten Bürgerinitiativen, die sich mit der Problematik “Asphaltmischwerke” befassen. In einer für dieses komplexe Thema kurzen und kurzweiligen Weise erörterte er so brisante Fragen wie die nach der Gefahr durch schleichende Quecksilbervergiftung oder Probleme bei der städtebaulichen Entwicklung, weil mittlerweile nicht nur „Ökospinner“ sondern selbst Firmen in Industriegebieten die Ansiedlung von weiteren Asphaltmischwerken verhindern wollen. Dagegen nahm sich die Vorstellung des Geruchskatasters fast harmlos aus, obwohl die Beschwerden der Anwohner, teilweise aus mehr als einem Kilometer Entfernung, nicht abreissen.

Horst Watermeier, einstimmig wieder gewählter 1. Vorsitzender der Wuppertaler Initiative zeigte sich dagegen optimistisch und hofft, dass die Bürger sich auch weiterhin in ihre eigenen Belange einmischen: Er rief zur zahlreichen Teilnahme am dritten Teil der Veranstaltungsreihe „Wuppertaler Zukunftswerkstatt“ auf – hier geht es am 9. Juni um das Thema „Die lebenswerte Stadt“.


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