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Mittelalter in Lieberhausen

15.04.2018 18:05

Im Käte-Strobel-Haus war vom 25. bis 29.03.2018 ein Familienseminar zum Thema „Mittelalter“, an der sieben Wuppertaler teilnahmen. Die dortige Seminartätigkeit wurde von der Wuppertalerin Sabine Nagl aufgebaut.

Käte-Strobel-Haus ©R. Blaschke

Das Käte-Strobel-Haus im Gummersbacher Ortsteil Lieberhausen war ursprünglich außer von den Naturfreunden auch von der AWO genutzt worden. Als diese keine Plätze mehr belegte, erhielt die Wuppertalerin Sabine Nagl den Auftrag, dort einen Seminarbetrieb aufzubauen. Eines der Standbeine ist das Angebot von Familienseminaren für Kinder und Jugendliche zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern. Zu den mehr als dreißig Teilnehmern an dem diesjährigen Osterseminar vom 25. bis 29.03., das von Stephanie Giering geleitet wurde, zählten vier Wuppertaler Kinder mit insgesamt drei Großelternteilen – „Stammkunden“, zum Teil seit Beginn der Familienseminare.

Im vorletzten Jahr hatte das Seminarkonzept zum Thema „Zirkus“ großen Anklang gefunden: Hinarbeiten auf ein abschließendes „Event“, zu dem außenstehende Gäste als Zuschauer eingeladen wurden. Den diesjährigen Abschluss bildete ein „Ritter“-Turnier mit auch kindgerechten Aufgaben. Als Gäste waren eine deutsch Großmutter mit zwei Enkelinnen und eine marokkanische Mutter mit zwei Söhnen, die beide schließlich an den Spielen teilnahmen, gekommen. Die erforderlichen Kostüme und Ausrüstungsgegenstände waren zum überwiegenden Teil in den Tagen davor hergestellt worden. Schwerter und Lanzen fanden beim Luftballonstechen und Ringewerfen Verwendung. Der wirkliche „Schwertkampf“ erfolgte dann mit gepolsterten Schwertern, die Stephanie Giering sonst in der Gewaltprävention verwendet. Eingerahmt wurde das Turnier von einer Polonaise zum Flötenspiel eines der Großväter zum Auftakt und einem mittelalterlichen Abendessen zum Abschluss.

Nach positiven Rückmeldungen wurde in der Abschlussrunde beschlossen: Nächstes Jahr soll das Thema „Märchen“ sein, mit einem Jahrmarkt als abschließendem „Event“.

Nach der bisherigen Darstellung könnten fachlich Eingeweihte fragen, ob das nicht nur eine „Freizeit“ war, weil das „Bildungsziel“ nicht erkennbar ist. Und angesichts eines Verhältnisses von Seminarleitung zu Teilnehmern von zwei zu mehr als dreißig, von denen nur ungefähr die Hälfte erwachsen war, sind solche Zweifel berechtigt. Aber da es eine Whats-App-Gruppe gibt, an der ein großer Teil der „Stammkunden“ teilnehmen, war schon im Vorfeld ein hohes Maß an Selbstorganisation entstanden. So brachte eine Mutter ihre Nähmaschine mit, und bei ihr konnte man zum Mittelalter passende Kleidung nähen. Eine andere brachte eine Kiste mit Büchern über das Mittelalter mit, aus denen man zusätzliche Anregungen entnehmen konnte. Trotzdem war Stephanie Giering nicht zu beneiden, weil bei einer so großen Anzahl von Kindern und Jugendlichen die Gefahr bestand, dass jemand nicht mitgenommen wird. Und bei einem der Wuppertaler Mädchen, das nirgendwo richtig mitgemacht hat, war das tatsächlich der Fall. Sie möchte nicht noch einmal nach Lieberhausen, aber ihre ältere Schwester doch.

Es wäre gut, wenn die Leitung des Hauses Vorsorge träfe, dass in Zukunft nicht auf diese Art der Erfolg von Stephanie Gierings Arbeit gefährdet würde.

 

 


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