Bei der Suche nach Erziehern neue Wege gehen

„Der Fachkräftemangel ist in der Kita längst angekommen mit spürbaren Auswirkungen“, so Karin van der Most, jugendpolitische Sprecherin der FDP Fraktion in Wuppertal. „All unsere Bemühungen, den Kitaausbau in Wuppertal voranzutreiben, werden durch fehlende Erzieher ausgebremst."

Karin van der Most„In Wuppertal können derzeit 7 neue Gruppen nicht eingerichtet werden, weil die Erzieher fehlen. Der Markt ist wie leergefegt.“

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In Zukunft, so die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der FDP im Jugendhilfeausschuss, wird sich diese Problematik weiter zuspitzen. Bis 2018 hat Wuppertal einen zusätzlichen Personalbedarf von mindestens 140 Vollzeitstellen.

Damit der Kitaausbau gelingt, fordern die Freien Demokraten, neue Wege in der Akquirierung und Ausbildung von Erziehern zu gehen. Van der Most: „Es reicht nicht aus, dem Fachkräftemangel allein mit einer Werbekampagne und einem attraktiven Fortbildungsprogramm zu begegnen. Auch andere Städte haben den Fachkräftemangel im Kitabereich erkannt und setzen auf ähnliche Maßnahmen.“

Die FDP begrüßen die Ankündigung der Stadt, Fachkräfte nicht mehr mit befristeten Verträgen, sondern mit unbefristeten Anstellungsverträgen anwerben zu wollen. Darüber hinaus wäre es aus Sicht der FDP sinnvoll, Berufsrückkehrerinnen nach Mutterschutz und Elternzeit mit flexiblen Arbeitszeitangeboten den Wiedereinstieg in den Beruf leichter zu machen. Die Freien Demokraten sehen die Verwaltung hier bereits auf einem guten Weg.

„Darüber hinaus wird es nötig sein, auch über den Quereinstieg von Fachfremden über eine berufsbegleitende Ausbildung in der Kita nachzudenken. Es gibt Fachschulen, die so etwas anbieten und mit denen Wuppertal kooperieren sollte, beispielsweise in Mettmann. Vielleicht findet auch bei den Berufskollegs in Wuppertal und Umgebung hier ein Umdenken statt, neben der herkömmlichen Vollzeitausbildung in der Fachschule die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Ausbildung anzubieten“, so van der Most. „Bislang werden Umschulungen, wenn auch sehr erfolgreich, leider nur als Qualifizierungsmaßnahme für Arbeitslose angeboten.“

Die Stadt sollte nach Ansicht der Freien Demokraten auch im Ausland nach Fachkräften suchen. Die Suche kann erfolgreich sein, weil wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise viele Erzieher zum Beispiel aus Spanien, Griechenland oder Portugal in ihren Heimatländern keine Anstellung finden. Die Verwaltung sieht hier einen zu hohen Aufwand, den sie nicht leisten könne. „Warum tun sich die Städte nicht zusammen, um gemeinsam nach Fachkräften im Ausland zu suchen? Das würde den Aufwand einzelner Kommunen minimieren“, so van der Most abschließend.

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